Fütterung

Das Islandpferd gilt gemeinhin als Robustrasse. Unsere Fütterung ist auf die Bedürfnisse von solchen Pferden ausgerichtet. Die Basis bildet hierbei gut abgestimmtes Raufutter (sehr mageres Heu, Gras, Stroh) und ein durchdachtes Fütterungsmanagement. Die erste morgendliche Portion erhalten die Pferde um ca. 07.00 Uhr und ihre Abendration gegen 22.00 Uhr. Die Pferde werden vier Mal täglich mit bedampftem Heu gefüttert (in der Weidezeit entfällt eine Heufütterung). Das Heu erhalten sie entweder frei in einer grossen Raufe oder in so genannten Porta Grazern. Die zwölf Futterplätze sind im ganzen Offenstall verteilt. So können wir garantieren, dass die Pferde ca. 16 Stunden am Tag mit der Aufnahme von Heu oder Gras beschäftigt sind. Es entstehen keine langen Pausen; Zeiten ganz ohne Raufutter gibt es nicht. Stroh und Knabberäste stehen immer zur freien Verfügung.

Das Heu und Stroh produzieren wir teilweise selber – natürlich ausschliesslich in Bio-Qualität. Es kommt von unseren Blumen- oder Ökowiesen, die nicht gedüngt sind. Es wird spät und hoch vom Boden gemäht. Das trockene Gras wird nicht zu oft und nur vorsichtig gewendet, so dass die Halme möglichst wenig brechen. Anschliessend wird es zu lockeren Rundballen gepresst. Durch die langen Halme sind die Pferde viel mit Kauen und Einspeicheln beschäftigt. Von unserem Heu machen wir regelmässig durch ein Labor eine Analyse. Gemäss der Analyse wird die Heumenge pro Pferd abgestimmt. Entspricht der Energiegehalt unseres eigenen Raufutters nicht den Ansprüchen unserer Pferde, kaufen wir mageres Heu aus Süddeutschland zu.

Das Stroh kommt von selber produziertem Dinkel oder Weizen. Die tägliche Weidedauer ist bei uns zeitlich beschränkt. Die Pferde weiden von Frühling bis Herbst auf unterschiedlichen Grünflächen (keine abgegrasten Weiden). Sie werden sehr vorsichtig an- und wieder abgeweidet. Regelmässig werden die Flächen gemulcht, neu eingesäht und von Unkraut befreit.

Zusätzliche Futtermittel (wie Heucobs, Esparsette, Kräuter, Mash etc.) füttern die Pferdebesitzer selber.

„Egal wie der Vater der Krankheit heisst, die Mutter ist immer die Ernährung.“

Chinesisches Sprichwort